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Das nordgriechische Ostmazedonien sowie Westthrazien zwischen Thessaloniki und dem Evros-Delta weisen kulturell und landschaftlich bereits einen stark orientalischen Charakter auf. Die Vielfalt der Lebensräume birgt eine entsprechend reiche Vogelwelt. Bekannt für viele Wasser- und Watvögel (Reiher, Löffler, Störche, Sichler, Pelikane, Enten und Limikolen) sind die Seen und die umgebenden Feucht- und Überschwemmungsgebiete von Kerkini, Koronia, Volvi und Vistonis sowie die naturbelassenen Deltas des Strymonas und Nestos mit Steilufern, Sandbänken und Küstendünen, welche zu den wichtigsten Feuchtgebieten Europas gehören. Sie stellen Rückzugsgebiete für den weltweit stark bedrohten Krauskopfpelikan, die Zwergscharbe und den Spornkiebitz dar. Im Grenzgebiet zur Türkei erstreckt sich das Evros-Delta mit seinen ausgedehnten Röhrichten und Sandmarschen. Es sind nahrungsreiche Biotope für unzählige Zugvögel und Wintergäste. Brutkolonien von Brachschwalben, Zwerg- und Brandseeschwalben sowie Schwarzkopfmöwen befinden sich auf küstennahen Sandinseln. Landschaftlich und ornithologisch interessant sind auch die südlichen Ausläufer der Rhodopen im Grenzgebiet zu Bulgarien. Mönchsgeier, Zwerg- und Schlangenadler sowie Adlerbussarde brüten in den felsigen und urwüchsigen Eichen- und Hartkieferwäldern. In den Felsschluchten sind Wanderfalken, Alpensegler, Blaumerlen und Felsenkleiber zu erwarten. Diese Reise bietet einen vielseitigen Einblick in diese wenig besuchte Region mit täglich sehr ausgiebigen Vogelbeobachtungen.

Webcode: 9217

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Debora Röösli

041 418 65 84
Programm als PDF
  • Bootsfahrt mit Vogelbeobachtung
  • Diverse Lebensräume des Nestos-Delta
  • Felsklippen der Nestos- Schlucht
  • Unzählige Greifvögel wie Gänsegeier und Schlangenadler
  • Der letzte Steppensee Griechenlands
  • Brutplatz für Mönchsgeier
Reiseverlauf

1. Tag: Zürich – Thessaloniki – Kerkini-Stausee

Am Morgen Linienflug von Zürich nach Thessaloniki. Anschliessend Fahrt mit Bus Richtung Norden nach Kerkini und zu unserem Hotel in Lithotopos, wo wir dreimal übernachten. Auf einer ersten Exkursion am Kerkini-Stausee werden wir vertraut mit dessen reichhaltiger Wasservogelwelt. In den Flachwasserzonen halten sich Löffler, Rallenreiher und Zwergscharben auf und aus den nahe gelegenen Pappelforsten und Auenwäldern ertönen die unverkennbaren Gesänge von Pirol und Nachtigall.

2.-3. Tag: Am Kerkini-See und am Strimonas-Fluss

An diesen beiden Tagen unternehmen wir mit dem Bus mehrstündige Ausflüge um den Kerkini-Stausee. Der Stausee entstand 1932 durch Aufstau des Strimonas-Flusses und dient der Landwirtschaft als künstliches Reservoir zur Bewässerung der Kulturen. Heutzutage gehört der See zu den bedeutendsten Feuchtgebieten Griechenlands und beherbergt Brutkolonien von Grau-, Seiden- und Nachtreihern, Löffler, Sichler, Zwergscharben sowie von Rosa- und Krauskopfpelikanen. Auf einer Bootsfahrt erhalten wir einen eindrücklichen Einblick ins Brutgeschäft der Vögel des Sees. Auch die nähere Umgebung, am Fuss des Beles-Gebirges, erweist sich für die Vogelbeobachtung äusserst attraktiv. Schrei-, Zwerg- und Schlangenadler, Wiedehopf, Felsenkleiber, Ortolan und Balkanmeise gehören zu den weiteren Vogelarten, die hier beobachtet werden können.

4. Tag: Im Fraktos-Bergwald und nach Fanari

Nach dem Frühstück Abfahrt Richtung Osten. Unterwegs halten wir kurz vor Drama an und versuchen im offenen Kulturland Kappenammer und Kalanderlerche zu finden. Vor Stavroupoli zweigen wir in Richtung Fraktos-Bergwald ab und erreichen nach einer einstündigen Bergfahrt die kleine Ortschaft Livaditis. Von dort aus erkunden wir das urwüchsige Waldgebiet nach Greifvögeln, Spechten und Meisen. Vielleicht gelingt uns auch die Beobachtung von Steinhuhn, Sperbergrasmücke und Zippammer. Am Abend Ankunft in Fanari, wo wir für drei Nächte Unterkunft finden.

5. Tag: Flussauenlandschaft des Nestos-Deltas

Den ersten Teil des Tages verbringen wir im Nestos-Delta, einer der wichtigsten Flussauen Europas. Diese viele Quadratkilometer grosse Flussauenlandschaft ist durch urwüchsige Auenwälder, ausgedehnte Lagunensysteme und weite Sandstrände geprägt. Wir besuchen verschiedene Lebensräume des Deltas. Rund 110 Vogelarten brüten im Gebiet, unter anderem Stelzenläufer, Säbelschnäbler und Seeregenpfeifer. Der Auenwald entlang des Nestos-Flusses bildet den Lebensraum von Schreiadler, Mittelspecht, Maskenwürger und Blassspötter. Am Nachmittag begeben wir uns zu Brackwasserlagunen westlich von Keramoti und halten dort Ausschau nach Spornkiebitz, Schwarzkopfmöwen, Zwergseeschwalben und durchziehenden Limikolen.

6. Tag: Gamila und Nestos-Schlucht

Im Bereich der südlichsten Rhodopenkette mäandert der Nestos-Fluss durch eine eindrucksvolle Schlucht. Der Fluss ist von naturnahen Auenwäldern und durch steil abfallende Hänge mit hohen Felsklippen von bis zu 1000 m Höhenunterschied umgeben. Via einer Bergstrasse erreichen wir am Morgen die Anhöhe von Gamila, von der aus wir einen wunderbaren Ausblick über das Nestos-Delta geniessen können und dabei auch mit etwas Glück Gänsegeier, Schlangenadler, Kurzfangsperber und Steinhuhn beobachten können. Am Nachmittag führt uns ein schmaler Wanderweg entlang des Flusses in die Nestos-Schlucht, den wir für Vogelbeobachtungen ausnützen. Am Fluss brüten Flussregenpfeifer, Nachtigall und Eisvogel. Die gebüschreichen, trockenen Hänge bilden den Lebensraum von Felsenschwalbe, Weissbartgrasmücke, Ortolan und Balkansteinschmätzer. Der melodische Gesang der Blaumerle ertönt aus den steilen Felspartien.

7. Tag: Am letzten Steppensee Griechenlands

Heute geht es westwärts zum letzten Steppensee Griechenlands, dem Mitrikou-See. Unterwegs halten wir zuerst bei der Ptelea-Lagune an. Kiebitzregenpfeifer, Sichel- und Zwergstrandläufer gehören hier zu den häufigsten rastenden Limikolen. Auch Rosaflamingos und Säbelschnäbler nutzen das reichliche Nahrungsangebot der Lagune aus. Am Mitrikou-See unternehmen wir mehrere Kurzwanderungen und können dabei u.a. Moorenten, Rotflügel-Brachschwalben und Kurzzehenlerchen beobachten. Weissstörche und Rötelfalken, welche in den umliegenden Dörfern nisten, suchen im Feuchtgebiet und auf den Weiden nach Nahrung. Im trockenen, buschreichen Gelände sind Neuntöter, Rotkopfwürger und Kappenammern zu erwarten. Wir übernachten dreimal in Dadia.

8. Tag: Wald von Dadia und Geierfutterplatz

Am Vormittag Exkursion zum Geierfutterplatz von Dadia. Mehr als 200 km² Hartkiefernwald bedecken das hügelige Hinterland von Dadia und bilden den letzten Brutplatz des Mönchgeiers in Griechenland. Ausgelegte Kuh- und Schafkadaver locken Gänse-, Mönch- und Schmutzgeier an den Futterplatz. Das Waldgebiet ist auch ein wichtiges Rückzugsgebiet für Schrei-, Zwerg- und Kaiseradler. Nach einer längeren Mittagspause beim Hotel fahren wir am späteren Nachmittag zur höchsten Erhebung dieses Waldgebietes, dem Kapsalo. Von hier aus lassen sich Greifvögel besonders gut beobachten.

9. Tag: Im Evros-Delta

Nach dem Frühstück fahren wir ins Deltagebiet des Evros-Flusses, wo u.a. Spornkiebitze, Brandseeschwalben, Schwarzkopfmöwen und Rosaflamingos zu erwarten sind. Anschliessend beobachten wir Vögel in den verschiedenen Salzwasserlagunen und Süsswasserseen um den Strassendamm des Deltas. Unter den Gruppen von Watvögeln lassen sich mit Glück auch einzelne seltenere Arten wie Teichwasserläufer und Sumpfläufer finden. Vielleicht zeigt sich auch ein Seeadler bei der Nahrungssuche. Am späteren Nachmittag führt uns eine kleine Exkursion ins trockene Kulturland bei Doriskos. Schwarzstorch, Blutspecht, Olivenspötter, Maskenwürger und Isabellsteinschmätzer sind hier regelmässig zu beobachten.

10. Tag: Westteil des Evos-Deltas bei Loutros und nach Stavros

Wir dislozieren von Ost nach West über eine Strecke von rund 300 km, etwa fünf Stunden Fahrzeit. Unterwegs halten wir zuerst noch in Küstennähe am Westrand des Evros-Deltas an, wo ausgedehnte Süss- und Brackwasserlagunen ausgezeichnete Rast- und Nahrungsplätze für Braune Sichler, Reiher und Seeschwalben bilden. Später versuchen wir auf einer kleinen Anhöhe bei Loutros Adlerbussard, Schlangenadler und Zwergadler zu beobachten. Unterkunft finden wir für eine Nacht in einem Hotel in Stavros.

11. Tag: Volvi-See und Rückreise

Am Morgen letzte Vogelbeobachtungen im Appolonia-Wald beim Volvi-See. Am Mittag Transfer zum Flughafen von Thessaloniki und Rückflug nach Zürich.

 

  • Linienflug Zürich – Thessaloniki – Zürich,
    Gruppentarif, inkl. 1 Aufgabegepäck
  • Taxen/Treibstoffzuschlag (zz. CHF 109)
  • Transfers, Rundfahrten, Exkursionen
  • Einfache landestypische Unterkünfte,
    Basis Doppelzimmer, Dusche/WC
  • Frühstück und Abendessen in den Hotels
  • Lokale Führung (Englisch sprechend)
  • Fachliche Leitung
  • 5% des Pauschalpreises für Projekte der Schweizerischen Vogelwarte Sempach

Nicht eingeschlossene Leistungen:

  • Annullationskostenversicherung und SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgelder

weitere Hinweise:

Formalitäten

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