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Peru bietet eine ungeahnte Vielfalt an Lebensräumen mit ihrer entsprechenden Flora und Fauna. Seien es wüstenähnliche Landschaften entlang der Pazifikküste mit vorgelagerten Inseln, wo Meeressäuger und Seevögel den fischreichen Humboldtstrom nutzen. Oder auch der Amazonas-Tieflandregenwald auf etwa 400 m. ü. M. bs hinauf zu mystisch wirkenden Bergregenwäldern auf über 3000 m. ü. M. Gerade wegen seinen verschiedenen Höhenzonen, seiner Grösse (rund 17'000 km²) und der Artenvielfalt wurde der Manu Nationalpark 1987 als UNESCO Weltnaturerbe ausgewiesen und ist auch Biosphärenreservat. Hier leben über 200 Säugetierarten, unter anderem Jaguar, Riesenotter, Faultier, Flachlandtapir und zahlreiche Affenarten. Von den mehr als 1000 Vogelarten sind Aras und Papageien, die sich sehr schön an sogenannten Lehm-Leckstellen präsentieren, besonders eindrücklich. Tukane und der Hoatzin halten sich oft entlang der Flüsse auf. Ein Höhepunkt ist gewiss auch die Balz des farbenprächtigen Andenfelsenhahns, dem Nationalvogel Perus. Per Bus, mit Booten und zu Fuss werden wir uns durch die Vielzahl an Biotopen bewegen und uns Zeit fürs Entdecken und Beobachten von Tieren und Pflanzen nehmen.

Webcode: 9059

13 Tage ab CHF 8780.-

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19.10.2023

31.10.2023

ab CHF 8780

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Mindestens 10, maximal 14 Teilnehmende

  • Manu Nationalpark, UNESCO Weltnaturerbe
  • Per Bus, mit Booten und zu Fuss durch die Vielzahl von Biotopen
  • Jaguar, Riesenotter, Faultier, Flachlandtapir, zahlreiche Affenarten
  • 1000 Vogelarten wie Aras, Papageien, Tukane, Andenfelsenhahn, Hoatzin
Reiseverlauf

1. Tag: Zürich - Amsterdam - Lima

Linienflug nach Lima, wo wir direkt zu unserem Hotel gebracht werden.

2. Tag: Pucusana & Pantanos de Villa Feuchtgebiet

Heute fahren wir südlich von Lima nach Pucusana, einem malerischen Fischerdorf am Ufer einer ruhigen Bucht, in der es von Seevögeln wimmelt. Hier machen wir eine Bootsfahrt, auf der wir Südamerikanische Seelöwen und verschiedene Meeresvogelarten beobachten, die den fischreichen kalten Humboldtstrom schätzen - nistende Guanokormorane, Buntscharben, Guanotölpel und Inka-Seeschwalben. Selbst Humboldt-Pinguine, Chilenische Fischotter, Schwarzdelfine oder Tümmler sieht man hie und da. Nach einem Mittagessen mit peruanischen Meeresfrüchten machen wir einen Halt in San Pedro und Lurin sowie bei Pantanos de Villa. Dieses Feuchtgebiet ist eine von Wüste umgebene Küstenoase, in der Magellantaucher, Inkatriel sowie farbenprächtige Kleinvögel leben. Am Nachmittag kehren wir nach Lima zurück. Übernachtungen in Lima.

3. Tag: Cuzco und zur Cock of the Rock Lodge

Der heutige Tag beginnt mit einem Flug am frühen Morgen nach Cuzco (3.400 m Höhe). Nach einem kurzen Abstecher nach Cusco fahren wir durch die Zwischentäler der Anden und legen einige Beobachtungsstopps ein. Weiter geht es in Richtung der, vor allem für Vogelfreunde, berühmten Manu-Strasse, durch die üppige Nebelwaldregion, wo die Anden auf das Amazonasbecken treffen. Unser erster Halt ist Huacarpay, ein andines Feuchtgebiet mit einer speziellen Fauna und Flora. Unter anderem kann man hier Rollandtaucher, Punaente und Spitzschwanzente beobachten.

Zwischen dem Cuszo-Tal und dem Paucartambo-Tal halten wir Ausschau nach seltenen Tier- und Pflanzenarten. Wir erreichen eine maximale Höhe von 3.900 m ü. M., bevor wir entlang von bewaldeten Klippen, Wasserfällen und Schluchten weiterfahren. Unterwegs besuchen wir unter anderem eine Hügelnekropole mit Chullpas (Grabkammern aus der Vorinkazeit). Beim Ajanacopass (3502 m ü. M.), der zugleich Grenze des Manu-Nationalparks ist und Beginn der Manu-Strasse, bietet sich bei klarem Wetter ein atemberaubendes Panorama von Nebelwald und Bergen, die in den Amazonas-Tieflandregenwald übergehen. Nach einem Picknick fahren wir durch den sich rasch verändernden Lebensraum der tropischen Anden abwärts, durch Grasland, sowie entlang von Elfenwald. Dann folgt der Nebelwald mit riesigen Farnen, unzähligen Orchideen und Bromelien. Oft sieht man hier gemischte Vogelschwärme, sogenannte ¨mixed flocks¨, von bunten Tangaren, Magellanämmerling, Barthakenschnabel und anderen Arten. Auch Goldkopftrogon, Blaukehlhäher oder der endemische Marcapataschlüpfer leben hier. Am späteren Nachmittag erreichen wir die Cock of the Rock Lodge (1524 m ü. M.).

Tag 4: Cock-of-the-Rock Lodge

Die Cock-of-the-Rock Lodge liegt etwa auf halber Strecke zwischen dem Ajanaco-Pass und dem Madre de Dios-Fluss. Hier befindet sich eine Balzarena des Andenfelsenhahns, zu der wir uns frühmorgens begeben. Dieses spektakuläre Schauspiel der orangerote-schwarzen Männchen können wir von einem speziellen Hide aus beobachten. Den weiteren Morgen verbringen wir mit Beobachtungen entlang von Waldstrassen.

Zum Mittagessen kehren wir zur Lodge zurück und haben nachmittags Zeit, Berg-Kolibriarten, Tangaren und Bartvögel an den Futterstellen zu beobachten.

Zahlreiche bunte Vogelarten können in der Umgebung an Waldrändern beobachtet werden, unter anderem Yungaspipra, Buntbartvogel, Grauschnabelarassari sowie Kammtrogon (ein Quetzalverwandter).

Abends gehen wir nochmals auf Pirsch und hoffen auf Leierschwanz-Nachtschwalbe, Salvinkreischeule oder Andentagschläfer.

5. Tag: Cock of the Rock zur Biologischen Station Villa Carmen

Nach dem Mittagessen verlassen wir die Cock-of-the-Rock-Lodge und fahren hinab zur biologischen Station Villa Carmen, die auf einer Höhe von etwa 518 m ü. M. liegt. Unser besonderes Augenmerk liegt auf dem Abschnitt der oberen tropischen Zone zwischen 1500 und 600 m ü. M. Die Wälder in diesen Bereichen sind in weiten Teilen der südamerikanischen Anden verschwunden, weil sie sich für den Anbau von Nutzpflanzen eignen, hier hingegen sind sie noch unberührt. Beobachten lassen sich unter anderem Bunt-Bartvogel, Ultramarin-Hakenschnabel oder Streifen-Faulvogel. Am Nachmittag erreichen wir die biologische Station Villa Carmen, unsere Unterkunft für zwei volle Tage. Unterbringungin der Villa Carmen.

6. Tag: Biologische Station Villa Carmen

Diese Lodge befindet sich in der Übergangszone zwischen Bergwald und Tieflandregenwald und hat eine beeindruckende Vogelwelt mit über 475 Arten. Das ausgedehnte Wegesystem durchquert ein Mosaik von Lebensräumen, darunter Vorgebirgsregenwald, Sekundärwald, Weiden und Fischteiche, die wir erkunden können. Blühende Sträucher locken verschiedene Kolibris an, die für den Tieflandregenwald typisch sind, darunter Blauschwanz-Smaragdkolibri, Graubrust-Degenflügel und Schwalbennymphe.

Ausgedehnte Bestände von Guadua-Bambus, die hier typisch sind, beherbergen eine besondere Tierwelt wie Bambus-Ameisenwürger oder Starkschnabel-Blattspäher. Bei nächtlichen Spaziergängen suchen wir nach Watsoneule, Zebrakauz oder Staffelschwanz-Nachtschwalbe. Unterbringung in der Villa Carmen Lodge.

7. Tag: Manú Learning Center

Nach einem frühen Frühstück verlassen wir die Villa Carmen Lodge, um unsere Reise zum Hafen von Atalaya fortzusetzen, wo wir an Bord eines motorisierten Kanus gehen. Nach einer angenehmen Bootsfahrt auf dem Fluss Alto Madre de Dios werden wir rechtzeitig zum Mittagessen im komfortablen Manú Learning Center eintreffen. Hier erkunden wir auf Pfaden die Umgebung der Lodge, wo Agutis, mittelgrosse Nagetiere, durchs Unterholz huschen. In den Baumkronen leben Totenkopfäffchen, Gehaubte Kapuziner und Rote Brüllaffen. Nachmittags machen wir einen Bootsausflug zu einem Altwassersee, um den Hoatzin zu beobachten. Diese einzigartige Vogelart ernährt sich hauptsächlich von jungen Blättern und Knospen, die mit Hilfe von Bakterien und Mikroben im Kropf verdaut werden - quasi eine gefiederte Kuh. Unterbringung im Manú Learning Center.

8. Tag: Manú Wildlife Center

Während der weniger heissen Morgenstunden fahren wir in unseren motorisierten Kanus den Alto Madre de Dios-Fluss hinunter bis zum Manú-Fluss (etwa 4 Stunden). Das Wasser, das hier aus den Bergen kommt, ist relativ klar und schlängelt sich an einsamen Andenkämmen und malerischen Regenwaldlandschaften vorbei, die mit gelb und rot blühenden Bäumen übersät sind. Sobald man das Dorf Boca Manú und den Zusammenfluss des Río Alto Madre de Dios mit dem Río Manú passiert hat, wird das Wasser braun und schlammhaltig. Der Fluss verlangsamt sein Tempo und türmt beeindruckende Sandbänke auf, auf denen Cayennekiebitz, Hornwehrvogel und die seltene Orinoko-Gans leben. Diese Bootsfahrten durch den Amazonas-Regenwald sind in der Regel spannend und ergiebig, da sie uns die besten Chancen bieten, Greifvögel wie Schwarzbussard und Prachtadler, grosse Säugetiere wie Südamerikanischen Tapir und Capybara sowie farbenprächtige Papageien wie Gelbbrustara und Hellroter Ara zu sehen. Wir planen, das Manú Wildlife Center am späten Nachmittag zu erreichen. Die Unterkünfte im Manú Wildlife Center sind komfortabel: Bungalows mit eigenem Bad und einem geräumigen, angrenzenden Speisesaal. Unterkunft im Manú Wildlife Center.

9. / 10. Tag: Manú Wildlife Center

Wir planen zwei volle Tage für die Erkundung des Manú Wildlife Center und Umgebung. Einer der Höhepunkte jeder Reise nach Amazonien ist der Besuch einer Papageienlecke, wo man die Gelegenheit hat, Hunderte Papageien und Aras zu beobachten, die sich von mineralhaltiger Erde ernähren. Wir verbringen einen Vormittag an einer dieser Lehmlecken und geniessen das magische Schauspiel aus der Nähe. Hier sieht man Goldwangen-und Schwarzohrpapagei, Gelbscheitelamazone, Kobaltflügelsittich, Gelbbrust- und Hellroter Ara.

Im Laufe der folgenden zwei Tage erkunden wir einige der über 15 Km langen Wanderwege, die sich vom Manú Wildlife Center aus erstrecken. Diese Pfade sind meist flach und einfach begehbar. Sie führen durch verschiedene Lebensräume des Amazonas-Regenwaldes wie Varzea (saisonal überschwemmte Wälder), Terra Firme (trocken liegender Wald) und grosse Bestände von Guadua-Bambus. Baumkronen-Plattformen, hohe Strukturen, die uns die Möglichkeit geben, über das Blätterdach des Waldes zu schauen, bieten einige der spannendsten Beobachtungen, die Amazonien zu bieten hat. Es gibt nur wenige Erlebnisse, die eine Morgenexkursion auf einen Turm übertreffen können, wenn der Morgennebel über dem Wald aufsteigt - Schwärme von rufenden Aras, Trogone, tukanverwandte Arassaris, Greifvögel, leuchtende Kotingas wetteifern um Aufmerksamkeit. Mindestens einen Vormittag verbringen wir in den Baumkronen.

Bei der Erkundung von Guadua-Bambusbeständen können wir andere Arten wie den Zimtkopfspecht entdecken und bei einem ruhigen Spaziergang durch den Terra firme- und Varzea-Wald eventuell den Pfauentrogon und viele andere beobachten. Wir halten auch Ausschau nach gemischten Schwärmen von Kleinvögeln. Optionale abendliche Beobachtungen können ebenfalls ergiebig sein, und wir haben die Möglichkeit nebst verschiedenen Säugetieren, Frosch- und Insektenarten auch Haubenkauz, Langschwanz-Tagschläfer und Nachtschwalben zu entdecken. Übernachtung im Manú Wildlife Center.

11. Tag: Puerto Maldonaldo

Heute ist unser letzter Morgen im Manú Wildlife Center, vielleicht mit einem Blick auf die Papageienlecke, bevor wir mit dem Boot den Madre de Dios Fluss hinunter zur Stadt Boca Colorado fahren. Wie bei jeder Bootsfahrt entlang des Amazonasbeckens besteht immer die Möglichkeit, dass wir eine Riesenotterfamilie, einen sitzenden Prachtadler oder ein Paar Sonnenrallen sehen. Wir verlassen unser Boot in Boca Colorado und fahren eine Stunde mit einem lokalen Transportmittel zum Inambari-Fluss weiter, wo unser Bus auf uns wartet. Wir machen uns auf den Weg in die Grenzstadt Puerto Maldonaldo und sehen unterwegs gewiss die eine oder andere Vogel- oder Säugetierart. Übernachtung in Puerto Maldonaldo.

12. Tag: Puerto Maldonado - Lima - Zürich

Nach dem Frühstück fahren wir zurück nach Puerto Maldonado. Wir fliegen nach Lima und von dort via Amsterdam zurück in die Schweiz.

 

  • Linienflüge Zürich - Amsterdam - Lima - Amsterdam - Zürich
  • Unterkunft in Mittelklasse Hotels und Lodges inkl. Frühstück
  • 2. Tag inkl. Mittagessen
  • 3. - 11. Tag inkl. Vollpension
  • Transfers und Ausflüge mit Minibus
  • Lokale Reiseleitung (Englisch sprechend)
  • Fachliche Leitung
Dr. Manuela Seifert

Fachliche Leitung

Abfahrt: 19.10.2023

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